Mehr Zinsen und du weißt nicht, wieso? Frag Schufa & Co.
8. 05. 2008 | Kategorie: Finanzielles
Wer in der falschen Wohngegend wohnt, muss unter Umständen mehr Zinsen löhnen, sobald er einen Kredit aufnimmt. Doch seit gestern, wie kaum zu überhören/-lesen/-sehen war (mehr auch bei derwesten.de), nagt die Bundesregierung an den Methoden von Schufa & Co. Das Bundesdatenschutzgesetz könnte sich zugunsten des Verbrauchers ändern. In einem Entwurf ist nämlich ein Anspruch auf Gratisauskunft für jeden Bürger vorgesehen.
Bisher muss jeder eine Gebühr zahlen, wenn er wissen möchte, was die Bonitäts-Auskunftsgeber über ihn gespeichert haben. Und die Investition kann durchaus Unerfreuliches zu Tage fördern - im Scoring wird die Wahrscheinlichkeit der Liquidität errechnet. Dabei werden Größen verwendet, die schon sehr Allgemein klingen: Alter, Familienstand, Kreditkarten oder Handyverträge zum Beispiel. Auch wenn mal eine Kreditrate nicht rechtzeitig gezahlt wurde, kann dies bis zu drei Jahre später nachvollzogen werden. Und natürlich spielt auch die Wohngegend eine große Rolle. Wer in einem “schlechten” Stadtteil lebt, aber Großverdiener ist, muss also damit rechnen, im Scoring abgewertet zu werden. Hast du dir schon mal eine Selbstauskunft geholt? Mal machen. Könnte bald immerhin gebührenfrei sein, zu wissen, was andere über dich wissen.
