Unter 1000 Euro Einkommen - deutscher Traum vom Eigenheim?

9. 04. 2008  |  Kategorie: Finanzielles

block.jpgWer in Deutschland ein durchschnittliches Einkommen hat, ist bei stabilen Immobilienpreisen und niedrigen Zinsen “eher denn je in der Lage, eigene vier Wände zu erwerben” - das sagt zumindest die Statistik, die Empirica für die Landesbausparkassen (LBS) bemühte. Das Forschungsinstitut kam allerdings auch zu dem Ergebnis, dass diese frohe Botschaft nicht für alle Regionen gilt - in Frankfurt und München sei fast das doppelte Durchschnittseinkommen nötig, um sich eine Wohn-Immobilie zuzulegen.

Die echten “Schnäppchen” liegen nach Informationen von LBS und Empirica im Osten der Republik - im Thüringer Sonneberg sei man schon mit einem Drittel des Durchschnittseinkommens dazu in der Lage, sich ein Wohneigentum zu leisten. Im saarländischen Sankt Wendel wie auch in Kronach (Nordbayern), reiche die Hälfte des üblichen Einkommens.

Doch was ist nun der Durchschnitt? Basierend auf Daten zu Einkommen und Verbrauch des Statistischen Bundesamts und seiner Preisdatenbank für Immobilien errechnete Empirica ein “Mindesteinkommen für Eigenheimerwerber”, angepasst auf verschiedene Regionen. So liegt das monatliche Mindesteinkommen für Träumer vom Eigenheim im Landkreis Prignitz bei 950 Euro. Im Kreis Starnberg sollte man schon 7300 Euro im Monat nach Haus bringen - fast das Achtfache also.

Die gute Nachricht der Studie lautet: In den meisten Teilen der Republik liegt dieses Mindesteinkommen unter dem durchschnittlichen Einkommen. In mehr als der Hälfte der kreisfreien Städte benötige der Immobilien-Käufer allerdings deutlich mehr Kapital als er - statistisch - verdient. Manch andere Metropole lockt hingegen mit “normalen” Preisen, die sich auch auf die Wohneigentumsquote auswirkt. Im vergleichsweise beschaulichen Bremen liegt die Quote bei 35 Prozent…

Die gesamte Liste der Regionen findet sich im Internet auf den Seiten der LBS.

(Foto: Michal Zacharzewski / sxc.hu)

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